tiergestützte Therapie - Ergotherpie Yvonne Sauer

Ergotherapie Yvonne Sauer
Ihre Ergotherapie in Zell im Wiesental
Menu
Direkt zum Seiteninhalt

tiergestützte Therapie

Leistungen
Der Kontakt mit Tieren ist ein Stück Lebensnähe, welche unersetzbar ist. Ob es um Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder alten Menschen geht, Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen sowie Menschen im Wachkoma, können dabei unterstützt werden. Die tiergestützte Therapie verspricht viel Erfolg, weil sie die Menschen tief im Inneren berührt. Der Hund zeigt dem Patienten Zuneigung, nimmt ihn an, reagiert entsprechend den Anweisungen und gibt klare, erlebbare Rückmeldungen. Unter fachkundiger Anleitung erfolgt das Respektieren der Unterschiede, das heißt der artspezifischen und individuellen Bedürfnisse des Tieres. Durch das Zusammensein übt man das Annehmen von Anders - Sein und damit die Beziehungsfähigkeit. Der Hund gibt direkte Rückmeldung auf Verhalten und bewertet nicht. Wenn man sich, unter Anleitung, an die "Tierregeln" hält, dann spürt man wie verlässlich und vorhersehbar sie reagieren. Es ist ein spannendes Entdecken von Geheimnissen.
Es ist erwiesen, dass Tiere streicheln das Vertrauen fördert. Beim Streicheln eines Tieres wird das Hormon "Oxytocin" ausgeschüttet, welches uns entspannt und uns vertrauensvoll macht.

Gezielter Einsatz der tiergestützten Therapie:
- Erhöhung der Selbstwirksamkeit
  • Der Hund macht was der Patient sagt.
- Selbstbewusstseinsaufbau
  • Mit dem Hund Situationen bewältigen.
- Förderung des Selbstvertrauens
  • Bewältigen von Situationen gibt Selbstvertrauen.
- Selbstwertgefühl steigern
  • Patient hilft den Hund zu versorgen, der Patient fühlt sich gebraucht und nützlich.
- Konzentration
  • Patient konzentriert sich auf den Hund, Übungen werden immer länger, z.B. Agility Parcours.
- Aufmerksamkeit
  • Patient achtet nicht nur auf sich, sondern zusätzlich noch auf den Hund, kann über den Hund Rückschlüsse auf eigenes Verhalten ziehen.
- Vertrauensaufbau
  • Mit dem Hund die Welt erkunden, über den Hund Vertrauen zu anderen Menschen aufbauen.
- Basale Stimulation
  • Der Hund leckt z.B. Hundestreichwurst von der Hand oder dem Ellenbogen. Patient legt sich auf den Hund, der Patient fühlt Körpergrenzen und lässt Körpernähe zu.
- Mobilisation
  • Mit dem Hund spazieren gehen, wenn man es für sich selbst nicht tun würde, sich nach einem Ball bücken, etc. Motivation
  • Ein wedelnder Hund freut sich und ist dankbar, wenn man sich mit ihm beschäftigt, wer kann da nein sagen.
- Grobmotorik
  • Ball werfen, Kommandos geben und ausführen.
- Feinmotorik
  • Leckerchen verstecken, durch die Futterschlange, auf den Hund zurollen, Leckerchen nach Größe und Form sortieren.
- Angstabbau
  • Sich gemeinsam mit dem Hund den Situationen stellen, entdecken und bewältigen.
- Verbesserung des Sozialverhaltens
  • Absprachen treffen, warten bis man an der Reihe ist, Rücksicht nehmen, nicht nur auf den Hund, auch auf andere Teilnehmer der Einheit.
- Soziale Kompetenz stärken
  • Durch Umgang mit dem Hund ohne Druck Regeln, Werte und Normen lernen, welche später leicht übertragen werden können.
- Erhöhung der Teamfähigkeit
  • Mensch und Tier arbeiten zusammen, bauen eine Beziehung auf, wodurch die Skepsis in einer Gruppe zu arbeiten abnimmt, Patienten bauen Häuser für den Hund, kochen, spielen.
- Aufhebung der Isolation
  • Der Hund bietet ein Gesprächsthema losgelöst von Krankheit und Diagnose, auch noch nach der Einheit, er ist eine Brücke zwischen den Menschen.
- Alltagsstruktur
  • Den Tagesablauf für den Hund planen, organisieren und auf die richtige Durchführung achten, spielerischer Umgang mit Grenzen und Regeln.
- Entspannung
  • Mit dem Hund kuscheln und schmusen. Auf dem Hund liegen und sich entspannen, ihm beim Spielen beobachten, mit ihm raus in die Natur.
- Visuelle Wahrnehmung
  • Hund wird beobachtet, was macht der Hund, im Hellen oder auch mit Leuchthalsband im Dunkeln.
- Auditive Wahrnehmung
  • Hund läuft mit Klingel und muss geortet werden, oder ohne Klingel und man muss lauschen, was macht der Hund.
- Regelakzeptanz
  • Auch beim Hund müssen Regeln beachtet werden, diese müssen verstanden werden und lassen sich hinterher leicht auf andere soziale Situationen anwenden. Mit dem Hund lassen sich Regeln bildlich verdeutlichen und spielerisch umsetzen, das Gelernte wird dann auf andere Menschen übertragen.
- Sprachanregung
  • Über den Hund reden, sich Geschichten erzählen lassen, den Hund mit Tricks in die Geschichten einbauen.
- Realitätsbewusstsein
  • Der Hund hält Patienten durch Körperkontakt bei der Sache. Er hat Bedürfnisse um die man sich kümmern muss.
- Stimmung verbessern
  • Der Hund darf Fehler machen und spielt den Clown, er ist immer empathisch und bereit unvoreingenommen zu spielen, er reagiert auf Stimmungen.
- Durchsetzungsvermögen
  • Mit dem Hund "nein" sagen üben, lernen das Worte eine Auswirkung haben.
- Körperspannung
  • Spastiken lockern durch Lagerung am Hund, Hund sucht Leckerchen in Körpernähe, Hund leckt und lockert somit bestimmte Körperstellen, zum Herstellen von Körperspannung wird z.B. Spielzeug gerollt.
- Trauerbewältigung
  • Nähe, Empathie, Trost durch Körperkontakt und Körpernähe, der Hund als Zuhörer, Geheimnisbewahrer, Freund. Auch lockt ein Hund schon schnell mal ein Lächeln ins Gesicht. Der Hund wertet und verurteilt nicht.
Ziel der tiergestützten Therapie ist die Unterstützung von Entwicklungsfortschritten.

Mögliche Einsatzorte:
- Praxen
- Alters- und Pflegeheime
- Spitäler
- Heilpädagogische Sonderschulen
- Heime für Behinderte
- Therapeutische Wohngruppen
- Psychiatrische Kliniken
- Kindergärten und Schulen
- Palliative-Care (Sterbebegleitung)

Regeln für den Umgang mit dem Hund:
Auch wenn mein Hund sehr zutraulich und sozial ist, so gibt es doch einige Regeln für den Umgang mit Ihm. Diese sollen sowohl den Patienten als auch dem Hund ein langsames Aufeinander zugehen und kennenlernen ermöglichen. Klare Regeln sorgen hier für Respekt anderen Lebewesen gegenüber und geben Struktur.
1. Erst fragen, dann schnuppern, dann anfassen!
  • Er sollte immer zuerst an der Hand schnuppern dürfen, bevor man ihn anfasst. Niemals von hinten packen oder streicheln, denn möglicherweise erschreckt er sich so sehr, dass er schnappt.
2. Man behandelt einen Hund sowie man selbst behandelt werden möchte!
  • Ein Hund mag es nicht wenn man ihn an den Ohren zieht, in die Nase zwickt oder am Schwanz packt. Das tut ihm weh.
3. Bitte nicht füttern!
  • Man darf einem Hund nicht einfach irgendwas zu fressen geben. Immer erst den Besitzer fragen was der Hund fressen darf und ob man ihm was geben darf, vielleicht hat der Besitzer auch selber Futter dabei. Von ungewohntem Futter und zu viel Futter können Hunde sehr krank werden.
4. Fressende und schlafende Hunde soll man nicht stören!
  • Auch ein Hund möchte mal seine Ruhe haben und hat nicht immer Lust zu spielen – wenn er sich zurückzieht muss man das akzeptieren und darf ihn keinesfalls stören. Auch beim Fressen sollte der Hund nicht gestört werden! Niemals und unter gar keinen Umständen sollte man versuchen, dem Vierbeiner sein Essen wegzunehmen.
5. Nicht wegrennen!
  • Man sollte niemals vor einem Hund wegrennen, auch nicht wenn man Angst hat. Das reizt den Jagdtrieb des Hundes. Auch schnelle und hektische Bewegungen sollten vermieden werden.
6. Körpersprache!
  • Ein Hund spricht mit seinem Körper und teilt so Freude und Leid mit. Wedelt der Hund mit dem Schwanz, so freut er sich. Duckt er sich und klemmt den Schwanz zwischen die Beine, hat er Angst. Knurrt der Hund oder fletscht er die Zähne, so ist er ängstlich oder wütend. Dann heißt es auf Abstand gehen. Hebt der Hund eine Vorderpfote an, oder streckt den Hintern in die Höhe während die Vorderbeine auf dem Boden liegen, so möchte er spielen. Keine Angst wenn ein Hund bellt – das ist zwar laut, ist aber meistens nicht böse gemeint!
7. Nicht in die Augen schauen!
  • Hunde schauen sich nur dann direkt in die Augen, wenn sie die Rangordnung festlegen wollen. Derjenige, der seinen Blick abwendet, ist der Schwächere. Wenn ein Mensch einem Hund direkt in die Augen schaut, könnte dieser denken dass sich der Mensch mit ihm messen möchte. Ein Kind sollte das unbedingt vermeiden.
8. Vorsicht vor den Zähnchen!
  • Füttert man dem Hund ein Leckerli aus der Hand, muss man auf seine Finger achtgeben. Manche Hunde nehmen den Leckerbissen zwar ganz vorsichtig aus der Hand, andere sind jedoch so gierig, dass sie die Belohnung aus der Hand schnappen. Das meint der Vierbeiner nicht böse – weh tun kann es trotzdem. Ein Leckerchen sollte also immer auf der flachen Hand angeboten werden.
9. Wenn man mit einem Hunde spielt sollte immer ein Erwachsener dabei sein!
  • Er kann sagen, wie man sich richtig verhält, erklären warum der Hund macht was er macht und wie man richtig mit ihm spielen kann.
10. Kein Hund ist wie der Andere!
  • Wenn man schon einen Hund kennt und weiss was er mag, heisst das nicht, dass andere Hunde das auch mögen. Deswegen muss man jeden Hund neu kennenlernen genau wie bei Menschen auch. Der eine mag Fussball der andere Federball, ein Hund mag gern angefasst werden, der andere nicht.

Hygiene:
Ein Sozialhund muss regelmässig eine umfassende, lückenlose und dokumentierte tierärztliche Kontrolle bestehen. Arcas wird jährlich geimpft (Tollwut, Leptospirose, Staupe alle 2 Jahre). Des Weiteren wird er aller sechs Monate entwurmt, da Würmer auf den Menschen übertragen werden können. Diese Behandlungen werden immer von einem Tierarzt durchgeführt und bescheinigt. Letztendlich bekommt er monatlich Frontline oder Advantix, vorbeugend gegen Flöhe, Läuse und Zecken. Somit ist der Schutz der Patienten gewährleistet. Außerdem halten wir uns an die Vorschriften des Robert Koch-Instituts für Heimtierhaltung.
In einigen Institutionen gelten besondere Regeln, diese können vor unserem Besuch mitgeteilt werden und auch an diese werden wir uns halten.
Vor unserem Besuch ist es nur noch wichtig zu erfahren, ob Menschen in der Einrichtung an Ängsten und / oder Allergien leiden, so dass wir darauf Rücksicht nehmen können.
Zurück zum Seiteninhalt